Ein weiterer Fall erschüttert die Saar-Polizei: 52-jähriger Merziger Polizist betritt Bäckerei bewusst ohne Maske

Nachdem heute Nachmittag bereits bekannt wurde, dass gegen eine 32 Jahre alte Polizeikommissarin der Polizeiinspektion Neunkirchen wegen des Verdachtes der Urkundenfälschung ermittelt wird. Die Polizeibeamtin soll Impfpässe gefälscht und an Dritte weitergegeben haben – wird nun auch gegen einen 52 Jahre alten Polizeioberkommissar der Polizeiinspektion Merzig disziplinarrechtliche Maßnahmen geprüft. Er hatte am 28. November 2021 während seiner Dienstverrichtung eine Mettlacher Bäckerei in Uniform betreten, ohne eine entsprechende Maske zu tragen.

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Gegenüber den Verkäuferinnen und anwesenden Kunden entgegnete er auf Nachfrage nach dem Fehlen seiner Maske, dass er sich ja getestet habe und daher keine Maske tragen müsse. Nach Bekanntwerden des Vorfalls wurde durch die Polizeiinspektion Merzig ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen den Beamten eingeleitet. Er wurde für die Dauer der Prüfung der v. g. Maßnahmen zu einer anderen Dienststelle in den Innendienst ohne Bürger:innenkontakt versetzt und steht dort unter besonderer Dienstaufsicht des verantwortlichen Vorgesetzten.

Landespolizeipräsident Norbert Rupp zu den Vorfällen: „Es schockiert mich daher umso mehr, wenn einzelne Vertreter:innen unseres Berufsstandes das Vertrauen der Gesellschaft sowie ihrer eigenen Kolleginnen und Kollegen dermaßen schädigen. Wir werden für eine lückenlose Aufklärung aller Sachverhalte sorgen. Strafrechtlich oder disziplinarrechtlich relevantes Verhalten zieht entsprechende Konsequenzen nach sich. Dafür stehe ich auch weiterhin ein.“

Innenminister Klaus Bouillon: „Solche Vorfälle werfen ein schlechtes Licht auf die Polizei. Deshalb werden wir die Vorfälle konsequent aufarbeiten. Das Verhalten Einzelner schadet allen Polizistinnen und Polizisten des Saarlandes, die seit Beginn der Pandemie für die Einhaltung der Corona-Regeln sorgen und täglich engagiert und korrekt ihren Dienst verrichten. Das haben sie nicht verdient.“

Die Polizei führte weiter aus, dass die Beamten des Landespolizeipräsidiums seit Ausbruch der Corona-Pandemie in ihrem täglichen Dienst für die Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen und leisten hierdurch ihren Beitrag in der Pandemiebekämpfung sorgen. Das Infektionsgeschehen im Landespolizeipräsidium selbst ist seit Beginn der Pandemie auf einem niedrigen Niveau, was nicht zuletzt auf die disziplinierte Einhaltung der strengen internen Regeln und die hohe Impfbereitschaft (>90 Prozent) zurückzuführen sei.

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