Aufatmen in Lebach: Fliegerbomen entschärft!
Lebach – Am Pfingstsonntag wurden auf dem Gelände der Lebacher Graf-Haeseler-Kaserne mehrere Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft. Die Entschärfung begann nach umfassenden Vorbereitungen und der Evakuierung von über 1000 Menschen aus dem umliegenden Sperrbereich.
Die Fliegerbomben wurden bei routinemäßigen Kampfmitteluntersuchungen im Vorfeld von Tiefbauarbeiten entdeckt. Aufgrund der Nähe zu einem Schulzentrum und der potenziellen Gefahrenlage entschied man sich, die Entschärfung am Pfingstsonntag durchzuführen. In einem Radius von 300 Metern rund um die Fundstelle der Blindgänger wurde ein Sperrbereich eingerichtet, der die Evakuierung von mehr als 350 Häusern erforderte.
Die Stadtverwaltung informierte die betroffenen Bürger frühzeitig über verschiedene Kanäle und richtete ein Bürgertelefon ein, um offene Fragen zu klären. Eine spezielle Informationsseite auf der Website der Stadt bot zusätzliche Details. Für Personen mit schwerwiegenden körperlichen Einschränkungen organisierte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) eine frühzeitige Evakuierung.
Am Tag der Evakuierung wurde in der Großsporthalle eine Aufenthaltsstelle eingerichtet, wo sich die evakuierten Bürger ab 7 Uhr aufhalten konnten. Malteser, DRK und THW sorgten für die Verpflegung mit belegten Brötchen am Morgen und einem warmen Mittagsmenü.
Insgesamt waren rund 140 Kräfte der Hilfsorganisationen sowie 42 Einsatzkräfte der Polizei und sechs Vertreter der Stadtverwaltung und Ortspolizeibehörde im Einsatz. Bürgermeister Klauspeter Brill dankte allen Helfern für ihren Einsatz, insbesondere angesichts der zusätzlichen Belastungen durch die Hochwassereinsätze. Einsatzleiter Toni Bartz lobte die hervorragende Zusammenarbeit und die professionelle Durchführung der Evakuierungsmaßnahmen.
Um 16 Uhr gaben die Kampfmittelräumer des Landespolizeipräsidiums grünes Licht: Alle georteten Blindgänger konnten vor Ort entschärft werden. Nach dem Abtransport der Kampfmittel wurde die Sperrzone aufgehoben, und die Bürger durften in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



