Suff-Fahrer flippt in Saarbrücken aus – Polizist verletzt!
Saarbrücken – Eigentlich wollte er wohl einfach losfahren. Leider war es halb zwei Uhr morgens, sein Promillewert auf Formel-1-Niveau – und die Bundespolizei schon vor Ort. Ein 44-jähriger Mann, offenbar mit mehr Hochprozentigem als Orientierungssinn unterwegs, wurde in der Nacht auf Samstag von Sicherheitsmitarbeitern der Bahn am Saarbrücker Hauptbahnhof entdeckt.
Statt seine nächtliche Spritztour zu starten, durfte er den Motor ausgeschaltet lassen – und musste stattdessen zur Polizeiwache mitkommen. Dort pustete er freiwillig ins Röhrchen: 1,64 Promille, ein Wert, bei dem nicht mal der Bordcomputer mehr mitspielt.
Doch damit war die Nacht noch lange nicht vorbei. Als der Mann, dem bereits die Weiterfahrt untersagt worden war, aus seinem Auto ein paar persönliche Dinge holen wollte, verwechselte er das Fahrzeug offenbar mit einer Wurfstation. Gleich mehrere Gegenstände flogen den Bundespolizisten entgegen – einer traf dabei sogar einen Beamten am Kopf.
Die Einsatzkräfte ließen sich nicht lange bitten: Der Mann wurde fixiert, wehrte sich aber nach Kräften – verbal wie körperlich. Beleidigungen flogen schneller als die Gegenstände zuvor. Ergebnis: ein verletzter Beamter, der seinen Dienst abbrechen musste – und ein ebenfalls lädierter Angreifer, der im Anschluss stilecht per Rettungswagen ins Krankenhaus chauffiert wurde.
Die Bundespolizei hat Ermittlungen eingeleitet – unter anderem wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte. Die Fahrerlaubnis dürfte fürs Erste Geschichte sein. Ob der 44-Jährige seine Gegenstände inzwischen geholt hat, ist nicht bekannt. Sicher ist nur: Die Nacht endete für ihn ganz woanders als geplant – und garantiert nicht am Steuer. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



