Gefangen im Rauch: Feuerwehr verhindert Massenunglück in Homburg
Homburg – (Bildergalerie am Ende des Beitrags) Ein folgenschwerer Kellerbrand hat am späten Mittwochabend (7. Januar 2026) einen Großeinsatz der Feuerwehr in der Berliner Straße im Homburger Stadtteil Erbach ausgelöst. Dichter Rauch breitete sich in dem Mehrfamilienhaus aus und machte das Treppenhaus innerhalb kurzer Zeit unpassierbar. Für die Bewohner bestand akute Lebensgefahr, da ein Verlassen des Gebäudes auf normalem Weg nicht mehr möglich war.
Insgesamt retteten die Einsatzkräfte 39 Menschen aus dem Gebäude. 24 Personen wurden über eine Drehleiter, weitere 15 über eine freistehende Steckleiter an der Hausfassade in Sicherheit gebracht. Nach Angaben der Feuerwehr handelt es sich dabei um einen bislang einmaligen Einsatz im Saarland: Noch nie zuvor mussten so viele Menschen gleichzeitig über Leitern aus einem Gebäude gerettet werden. Die schnelle und koordinierte Rettung verhinderte Schlimmeres.
Die Löscharbeiten im Keller gestalteten sich schwierig und gefährlich. Durch die enorme Hitze erlitten zwei Feuerwehrleute trotz moderner Schutzkleidung leichte Verbrennungen. Ein Krankenhausaufenthalt war glücklicherweise nicht erforderlich. Vier komplette Sätze Einsatzkleidung wurden durch die Hitze und die Flammen zerstört. Zusätzlich erschwerten freiliegende Stromkabel im Keller die Lage, weshalb die Stadtwerke den Strom für das gesamte Gebäude abschalten mussten. Aufgrund massiver Rauchschäden ist das Haus vorerst unbewohnbar.
Zur Versorgung der Betroffenen waren zeitweise sechs Rettungswagen, zwei Notarzteinsatzfahrzeuge, ein Gerätewagen-Rettung sowie die Einsatzleitung des Rettungsdienstes vor Ort. Die Schnell-Einsatz-Gruppe des DRK Homburg richtete in der Luitpoldturnhalle eine Sammelstelle ein und brachte 25 Anwohner über Nacht unter. Das Technische Hilfswerk sorgte für Notbeleuchtung und unterstützte die Versorgung einer pflegebedürftigen Frau mit einem Heizgerät. Unterstützung kam zudem von der Feuerwehr Bexbach, der Werkfeuerwehr Bosch, der Feuerwehr Blieskastel sowie weiteren Einheiten.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Der Einsatz dauerte rund sechs Stunden, hinzu kommen umfangreiche Nacharbeiten wie Reinigung, Materialpflege und Instandsetzung in den kommenden Tagen. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)











