Tempo 60 auf der A620: Ein Jahr langsamer zwischen Bismarckbrücke und Gersweiler

Saarbrücken – Autofahrer auf der A620 müssen sich auf eine längere Phase reduzierter Geschwindigkeit einstellen. Auf dem Abschnitt zwischen der Saarbrücker Bismarckbrücke und der Anschlussstelle Saarbrücken-Gersweiler gilt seit dem vergangenen Freitag in beiden Fahrtrichtungen durchgehend Tempo 60. Die Maßnahme ist zunächst auf ein Jahr befristet und soll vor allem die Verkehrssicherheit auf einem unfallträchtigen Teilstück der Autobahn erhöhen.

Die A620 zählt zu den wichtigsten Verkehrsadern des Saarlandes und ist täglich stark frequentiert. Nach Angaben der Autobahn GmbH wurde die Geschwindigkeitsbegrenzung aus Sicherheitsgründen von der Unfallkommission des Saarlandes für Bundesautobahnen festgelegt. Ausschlaggebend war demnach ein erhöhtes Unfallaufkommen in den Jahren 2022 bis 2024. Zuvor hatte es Verwirrung über den genauen Geltungsbereich gegeben: Ursprünglich war von einem durchgängigen Tempolimit bis Geislautern die Rede gewesen, diese Information wurde später jedoch korrigiert.

Beschlossen worden war die Maßnahme bereits im vergangenen Herbst, umgesetzt wurde sie zum 16. Januar. Vorerst gilt Tempo 60 für ein Jahr, anschließend soll die Unfalllage erneut ausgewertet und über eine Fortführung oder Anpassung entschieden werden. Ziel ist es, die Zahl der Unfälle zu senken und den Verkehrsfluss auf dem sensiblen innerstädtischen Autobahnabschnitt sicherer zu gestalten.

Unabhängig davon sorgt ein weiterer Abschnitt der A620 weiterhin für Diskussionen. Zwischen Gersweiler und Völklingen gilt bereits seit dem vergangenen Jahr Tempo 80 mit dem Zusatzzeichen „Straßenschäden“. Viele Autofahrer zeigen sich darüber irritiert, da bei der Fahrt über diesen Bereich keine offensichtlichen Schäden wie Schlaglöcher oder tiefe Risse erkennbar sind.

Tempo 80 wegen Straßenschäden – Warum weiß aber niemand – Bild: Lesereporter Yusuf

Die unterschiedlichen Geschwindigkeitsregelungen und ihre Begründungen bleiben damit ein Thema, das bei Verkehrsteilnehmern weiterhin Fragen und Kritik auslöst. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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