Brandanschlag auf schlafende Obdachlose – Ermittlungen wegen versuchten Mordes
Kaiserslautern – Es ist eine Tat die fassungslos macht: Nach dem Brand eines Kälteschutzzeltes auf dem Gelände der katholischen Kirche in der Spittelstraße ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft gegen einen 50-jährigen Mann wegen des Verdachts des versuchten Mordes in sechs Fällen. Das teilte die Polizei mit.
Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Tatverdächtige in der Nacht zum Donnerstag (5. Februar 2026) an dem Zelt, das wohnungslosen Menschen als Übernachtungsmöglichkeit dient, vorsätzlich Feuer gelegt haben. In dem Kälteschutzzelt befanden sich sechs sogenannte Kälte-Iglus, in denen mehrere Personen schliefen. Der Platz ähnelt dem Kältedorf in Saarbrücken. Zwei Menschen wurden bei dem Brand leicht verletzt.
Ein Zeuge bemerkte die Flammen kurz vor 1 Uhr und weckte die schlafenden Bewohner. Die Betroffenen konnten sich rechtzeitig ins Freie retten. Anschließend wurde der Notruf verständigt. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei rückten daraufhin aus. Die Verletzten wurden vor Ort medizinisch versorgt, die Feuerwehr löschte den Brand.
Der mutmaßliche Täter wurde von der Polizei noch am Tatort festgenommen. Aufgrund der aktuellen Ermittlungen besteht der Verdacht, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde. Zudem prüft die Polizei einen möglichen Zusammenhang mit zwei Müllcontainerbränden, die kurz zuvor in der Innenstadt gemeldet worden waren. Auch hier könnte der 50-Jährige als Verursacher in Betracht kommen.
Die Ermittlungen zu den genauen Umständen der Tat sowie zum Motiv des Beschuldigten dauern an. Polizei und Staatsanwaltschaft kündigten an, zu gegebener Zeit weitere Informationen zu veröffentlichen. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



