Eltern schlagen Alarm: Gefährliche Verkehrssituation an Bushaltestelle in Perl
Perl – Nach einem Verkehrsunfall letzte Woche Montag, bei dem ein zehnjähriges Kind schwer verletzt wurde, rückt eine Bushaltestelle in Perl zunehmend in den Fokus von Eltern und Anwohnern. Sie sehen an der stark befahrenen Straße erhebliche Sicherheitsmängel und fordern Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation.
Nach Angaben von Anwohnern halten sich an der Haltestelle täglich zahlreiche Kinder auf, insbesondere auf dem Schulweg. Die Haltestelle liegt an einer vielbefahrenen Straße und verfügt nach Darstellung von Betroffenen über keine gesicherte Querungsmöglichkeit wie einen Zebrastreifen oder eine Ampelanlage. Zudem gebe es keine Hinweisschilder, die Autofahrer auf querende Schulkinder aufmerksam machen.
Kritisch sehen Eltern auch die Beleuchtungssituation vor Ort. Demnach sei die Haltestelle lediglich durch eine einzelne Straßenlaterne ausgeleuchtet, die den Bereich nur unzureichend erhelle. Gerade in den frühen Morgenstunden sowie in der dunklen Jahreszeit könne dies die Sichtverhältnisse zusätzlich verschlechtern.
Ein weiteres Problem stellt aus Sicht der Anwohner die zulässige Höchstgeschwindigkeit dar. Etwa 25 Meter vor dem Ortseingang sei noch Tempo 70 erlaubt. Rund 25 Meter hinter dem Ortsschild befinde sich bereits die Bushaltestelle. Fahrzeuge würden den Bereich daher häufig mit vergleichsweise hoher Geschwindigkeit erreichen, wodurch die Situation für Kinder und Autofahrer gleichermaßen schwer einschätzbar sei.
Besonders problematisch sei zudem, dass Kinder, die vom Bahnhof kommen, gezwungen seien, die Straße zu überqueren, um die Haltestelle zu erreichen. Nach Aussagen von Eltern biete der an dieser Stelle niedrige Bordstein nur wenig Schutz und erschwere eine sichere Querung zusätzlich.

Der kürzlich geschehene Unfall mit einem Kind habe die Sorgen vieler Familien weiter verstärkt. Eltern und Anwohner befürchten, dass ohne bauliche oder verkehrsrechtliche Veränderungen weitere Unfälle nicht ausgeschlossen werden können.
Von offizieller Seite lagen zunächst keine Angaben zu möglichen Maßnahmen vor. Betroffene Eltern hoffen nun, dass durch öffentliche Aufmerksamkeit Verantwortliche auf die Situation aufmerksam werden und Lösungen geprüft werden, um die Sicherheit der Kinder zu verbessern. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



