Traditionsklub ohne Führung: Vorstand tritt in Insolvenzkrise zurück
Neunkirchen – Beim traditionsreichen Fußballverein Borussia Neunkirchen kommt es inmitten der laufenden Insolvenz zu einem kompletten Führungswechsel. Der gesamte Vorstand wird zum 31. März geschlossen zurücktreten. Damit steht der Verein ab dem 1. April zunächst ohne offizielle Leitung da.
Wie die Verantwortlichen mitteilten, wollen Jörg Eisenhuth, Alena Nürnberger und Christian Müller ihre Ämter niederlegen. Als Grund nannten sie fehlende personelle und strukturelle Voraussetzungen sowie die eigene Belastungsgrenze. Man sehe sich nicht mehr in der Lage, die Verantwortung in der aktuell schwierigen Situation in dem Umfang zu tragen, den der Verein benötige.
Trotz des Rückzugs soll der Übergang geordnet verlaufen. Der bisherige Vorstand hat dem Insolvenzverwalter zugesichert, auch über das Monatsende hinaus als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen, um die weitere Abwicklung zu unterstützen und einen strukturierten Übergang zu ermöglichen.
Die Lage des Vereins bleibt angespannt: Neben finanziellen Problemen im Zusammenhang mit verschiedenen Verbindlichkeiten und dem sogenannten Glasfaserkomplex steckt Borussia Neunkirchen auch sportlich in der Krise. In der Saarlandliga droht der Abstieg, zudem ist offen, ob die laufende Saison regulär zu Ende gespielt werden kann. Die kommenden Wochen dürften entscheidend für die Zukunft des Traditionsklubs werden. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



