Ermittler prüfen hochexplosiven Stoff nach Detonation in Völklingen
Völklingen – Nach der schweren Explosion in einer Bahnunterführung in Völklingen richtet sich der Fokus der Ermittler auf einen möglicherweise besonders gefährlichen Sprengstoff. Nach Informationen der BILD-Zeitung wird aktuell geprüft, ob es sich bei dem detonierten Material um TATP handeln könnte – einen hochexplosiven Stoff, der als äußerst instabil gilt und bereits durch geringe Einwirkungen wie Reibung oder Erschütterung zur Explosion gebracht werden kann. Eine offizielle Bestätigung dafür steht bislang jedoch aus.
Den Angaben zufolge soll ein Mann kurz vor der Explosion eine Glasflasche mit einem weißen Pulver in der Hand gehalten haben. Beim Öffnen des Behälters sei es dann zur Detonation gekommen. Ermittler gehen laut Medienberichten davon aus, dass bereits die Bewegung des Schraubverschlusses ausgereicht haben könnte, um die Explosion auszulösen.
Nach Zeugenaussagen könnte der später getötete Mann die Flasche zuvor gefunden und anschließend geöffnet haben. Ob er selbst mit der Herstellung des Sprengstoffs in Verbindung stand, ist derzeit unklar. Eine Durchsuchung seiner Wohnung ergab bislang keine Hinweise auf weitere explosive Stoffe oder entsprechende Materialien. Auch zur Herkunft des gefährlichen Gegenstands gibt es aktuell keine gesicherten Erkenntnisse.
Die Behörden prüfen weiterhin verschiedene Szenarien und schließen derzeit keine Möglichkeit vollständig aus. Unklar ist insbesondere, ob es sich um einen tragischen Unfall handelt oder ob ein strafrechtlicher Hintergrund vorliegt. Nach wie vor beschäftigt die Ermittler auch die Frage, ob sich möglicherweise weitere gefährliche Stoffe im Umlauf befinden könnten.
In der Nacht zum 18. April war es in der Unterführung zu der folgenschweren Explosion gekommen. Ein Mann kam dabei ums Leben, vier weitere wurden teils lebensgefährlich verletzt. Die Ermittlungen dauern an. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



