Vom Labubu-Hype zum Kuschelsaari: Internet-Trend wird im Saarland flauschig

Saarlouis/Saarbrücken – Was im vergangenen Sommer als internationaler Social-Media-Trend begann, fand schnell auch hierzulande seine Fans: Die sogenannten Labubus – frech grinsende, leicht schräge Figuren mit hohem Wiedererkennungswert – eroberten Kinderzimmer, Sammlerregale und Instagram-Feeds. Die Mischung aus Niedlichkeit, Humor und einem Hauch Monster-Charme traf den Nerv der Zeit. Kaum ein Spielwaren- oder Designtrend kam ohne Anspielungen auf die markanten Figuren aus, die sich rasch zu einem popkulturellen Phänomen entwickelten.

Auch im Saarland blieb dieser Hype nicht unbemerkt. Der Saar-Influencer The Adventures of Captain Maggi griff die Idee im Sommer vergangenen Jahres auf und gab ihr einen regionalen Dreh. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz erschuf er die sogenannten „SaarBubus“ – Figuren, die den Look der Labubus mit saarländischen Eigenheiten kombinierten. Die Entwürfe verbreiteten sich schnell in den sozialen Netzwerken und sorgten für Schmunzeln, Likes und einen kleinen, aber spürbaren Hype. Was als kreative Spielerei begann, scheint nun den Sprung aus der digitalen Welt in die Realität geschafft zu haben.

Denn ein Unternehmer aus Saarlouis hat die Idee offenbar weitergedacht und mit dem Kuschelsaari ein echtes Plüschtier entworfen. Das Ergebnis: ein lilafarbenes, flauschiges Wesen mit breitem Grinsen, spitzen Zähnchen und großen Augen. Auf dem Kopf sitzt stilecht eine Batschkapp, in der Hand hält der Kuschelsaari eine Grillzange, auf dem Bauch prangt eine stilisierte Saarland-Silhouette – darunter der Schriftzug „SaarSchwenki“. Die optische Nähe zu den ursprünglichen Labubus und zu Captain Maggis SaarBubus ist dabei kaum zu übersehen, wird aber konsequent mit regionalem Humor aufgeladen.

Inzwischen hat das Kuschelwesen scheinbar auch den Weg in den Verkauf gefunden. Das Saarlouiser Unternehmen Pieper Saarlouis hat eigenen Angaben nach die Kuschelsaaris in sein Sortiment aufgenommen. Zudem sind sie in der Tourist Info des Regionalverband Saarbrücken erhältlich – dort bereits als „flauschigstes Souvenir ever“ beworben. Weitere Verkaufsstellen sollen folgen. Ganz ohne Diskussion kommt der Erfolg allerdings nicht aus: Die deutliche Ähnlichkeit zu den bekannten Labubus wirft Fragen nach Inspiration und Abgrenzung auf.

Ein Original-Labubu

Noch bewegt sich der Kuschelsaari offenbar im Spannungsfeld zwischen Hommage, Trendübernahme und eigenständiger Saarland-Interpretation. Ob daraus ein dauerhaftes Kultobjekt oder nur ein kurzlebiger Sommer-Nachfolger wird, dürfte sich bald zeigen – flauschig genug für Aufmerksamkeit ist er allemal. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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