Geretteter Löwe Erion bekommt zweite Chance in unserer Region
Saarbrücken / RLP – Der Löwe Erion hat eine lange Leidensgeschichte hinter sich – und nun endlich eine sichere Zukunft vor sich. Das Wildtier wurde aus einer illegalen privaten Haltung befreit und lebt inzwischen in der Wildtierstation von VIER PFOTEN in Maßweiler in der Pfalz, nahe der saarländischen Grenze. Dort soll er sich von den schlechten Bedingungen erholen, unter denen er zuvor gehalten wurde.
Erion stammt aus Albanien. Dort entdeckten die Behörden, dass der Löwe auf einem privaten Grundstück gehalten wurde – ohne Genehmigung und unter unzureichenden Bedingungen. Woher Erion ursprünglich kommt, ist nicht genau bekannt. Fachleute gehen jedoch davon aus, dass er Opfer des illegalen Wildtierhandels war. Immer wieder werden exotische Tiere wie Löwen als Statussymbole missbraucht und privat gehalten, obwohl sie dort nicht artgerecht leben können.
Nach der Beschlagnahmung begann für Erion eine mehr als 2.000 Kilometer lange Reise quer durch Europa. Vier Tage dauerte der Transport durch insgesamt sieben Länder. Währenddessen wurde der Löwe von spezialisierten Tierärzten sowie erfahrenen Tierschutz- und Transportteams begleitet, die rund um die Uhr für seine Sicherheit und Versorgung sorgten.
Beim Eintreffen des Tieres in der Region begleiteten Zöllner des Zollamts Pirmasens, das zum Zuständigkeitsbereich des Hauptzollamts Saarbrücken gehört, die Einfuhr. Gemeinsam mit einem Veterinär überprüften sie die Identität des Löwen. Über einen implantierten Mikrochip wurde sichergestellt, dass genau das Tier angekommen ist, für das die notwendigen Dokumente vorlagen.

Anfangs war Erion stark geschwächt – sowohl durch die lange Reise als auch durch die schlechten Haltungsbedingungen zuvor. Inzwischen hat er sich gut in seiner neuen Umgebung eingelebt. Maßweiler liegt im Landkreis Südwestpfalz (bei Thaleischweiler-Fröschen) und ist von Saarbrücken aus in kurzer Zeit erreichbar.

Der Fall zeigt eindrücklich, wie wichtig das Zusammenspiel von Tierschutzorganisationen, Behörden und dem Zoll auch in der Region ist, um illegalen Wildtierhandel zu stoppen und geretteten Tieren eine zweite Chance zu ermöglichen. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



