Zoll entdeckt Schwarzarbeit auf Großbaustelle im Landkreis Saarlouis
Landkreis Saarlouis – Bei einer Kontrolle auf einer Großbaustelle im Landkreis Saarlouis hat der Zoll mehrere Verstöße gegen Arbeits- und Aufenthaltsbestimmungen festgestellt. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Saarbrücken überprüfte dabei zahlreiche Beschäftigte verschiedener Firmen.
Die Kontrolle fand am vergangenen Dienstag im Rahmen einer bundesweiten Schwerpunktaktion im Baugewerbe statt. Insgesamt wurden 83 Arbeitnehmer von 23 unterschiedlichen Unternehmen zu ihren Arbeitsverhältnissen befragt.
Dabei stellten die Zollbeamten fest, dass sich fünf Personen aus Bosnien und Herzegowina, Serbien, Moldawien und Georgien unerlaubt in Deutschland aufhielten und auf der Baustelle illegal arbeiteten. Zwei der Betroffenen versuchten sich der Kontrolle zu entziehen, indem sie sich im dunklen Rohbau versteckten. Die Beamten konnten sie jedoch ausfindig machen und überprüfen.
Die fünf Männer im Alter zwischen 25 und 55 Jahren wurden vorläufig festgenommen. Über das weitere Vorgehen entscheidet nun die zuständige Ausländerbehörde. Darüber hinaus ergaben sich bei weiteren Beschäftigten Hinweise auf mögliche Schwarzarbeit, Verstöße gegen den Mindestlohn sowie den Verdacht auf zu Unrecht bezogene Sozialleistungen. Drei Arbeiter mussten zudem vor Ort ein Verwarngeld zahlen, weil sie keine Ausweisdokumente bei sich führten.

Der Zoll kündigte umfangreiche Nachprüfungen an. Sollten sich die Verdachtsfälle bestätigen, könnten weitere Ermittlungsverfahren folgen. „Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung sind keine Kavaliersdelikte und werden konsequent verfolgt“, erklärte eine Sprecherin des Hauptzollamts Saarbrücken. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



