Hexennacht in Neunkirchen: Drei Brände fordern Feuerwehr bis in die Morgenstunden
Neunkirchen – Eine arbeitsreiche Nacht liegt hinter der Feuerwehr Neunkirchen: In der sogenannten Hexennacht zum 1. Mai mussten die Einsatzkräfte gleich zu drei Vegetationsbränden im Stadtgebiet ausrücken. Die Einsätze zogen sich über mehrere Stunden und forderten die Wehr bis in die frühen Morgenstunden.
Der erste Alarm ging am Donnerstagabend um 20:48 Uhr aus der Max-Planck-Straße ein. Nach bisherigen Erkenntnissen hantierten dort Jugendliche mit Feuerwerkskörpern auf einem Fußweg zwischen Wald und Wohngebiet. Dabei geriet eine Thuja-Hecke in Brand, das Feuer griff anschließend auf einen Gartenzaun über. Rund 20 Meter Hecke wurden zerstört. Glücklicherweise blieben angrenzende Wohnhäuser unbeschädigt – auch, weil die Jugendlichen selbst den Notruf absetzten.
Nur knapp 45 Minuten später, um 21:32 Uhr, folgte der nächste Einsatz in der Landsweilerstraße. Hier war es zu einem Flächenbrand von etwa 100 Quadratmetern gekommen. Aufgrund der schwierigen Wasserversorgung vor Ort unterstützte die Innenstadtwache die Kameraden aus Wiebelskirchen mit zusätzlichen Fahrzeugen, darunter ein Großtanklöschfahrzeug. Der Brand konnte zügig unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden.
Doch damit war die Nacht noch nicht vorbei: Um 01:43 Uhr wurde ein weiterer Brand auf der L125 in Richtung Bildstock gemeldet. Zunächst gestaltete sich die Suche nach der genauen Einsatzstelle schwierig. Schließlich entpuppte sich der Einsatz als größerer Waldbrand mit einer Fläche von rund 5.000 Quadratmetern. Aufgrund der Ausdehnung wurden weitere Kräfte aus Wiebelskirchen und Münchwies nachalarmiert. Die Löschwasserversorgung musste aufwendig im Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen sichergestellt werden. Erst gegen 05:30 Uhr konnten die letzten Einsatzkräfte abrücken.

Die Feuerwehr spricht von einer kräftezehrenden Nacht, die den Einsatzkräften alles abverlangte. Dank des schnellen und koordinierten Eingreifens konnte jedoch in allen Fällen eine weitere Ausbreitung der Brände verhindert werden. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



