Flammen bis zum Dach: Wohnhaus in Hangard brennt komplett aus
Neunkirchen – (Bildergalerie am Ende des Beitrags) Ein Wohnhaus im Neunkircher Stadtteil Hangard ist am späten Samstagabend bei einem verheerenden Brand schwer zerstört worden. Zwei Bewohner im Alter von 40 und 57 Jahren konnten sich noch rechtzeitig ins Freie retten. Beide erlitten leichte Verletzungen und wurden nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst in Krankenhäuser gebracht.
Gegen 22.30 Uhr wurde die Feuerwehr in die Straße Zum Zimmermannsfels alarmiert. Als das erste Löschfahrzeug nur wenige Minuten später eintraf, schlugen bereits Flammen aus Fenstern und Tür des Hauses. Das Feuer breitete sich innerhalb kürzester Zeit vom Erdgeschoss bis in den Dachstuhl aus.
Mehrere Atemschutztrupps gingen zunächst in das brennende Gebäude vor. Weil die Flammen jedoch schnell den Dachstuhl erfassten, mussten sich die Einsatzkräfte wieder zurückziehen. Die Brandbekämpfung konnte zeitweise nur noch von außen erfolgen. Rund um das Gebäude wurden mehrere Strahlrohre eingesetzt, zusätzlich bekämpften Feuerwehrleute die Flammen über eine Drehleiter.
Eine besondere Herausforderung stellte die Löschwasserversorgung dar. Quer durch Hangard musste eine fast 500 Meter lange Schlauchleitung zu einem günstig gelegenen Hydranten verlegt werden. Unterstützung kam von der Feuerwehr Homburg, die einen 10.000-Liter-Tank als zusätzlichen Wasserspeicher an die Einsatzstelle brachte.
Im weiteren Verlauf öffneten Einsatzkräfte vom Korb der Drehleiter aus Teile des Daches, um gezielt an Brandherde zu gelangen. Auch der durch das Feuer stark beschädigte Schornstein musste aus Sicherheitsgründen niedergelegt werden. Erst nachdem der massive Löschangriff von außen Wirkung zeigte, konnten Feuerwehrleute wieder ins Gebäude vordringen.
Bis gegen 3.40 Uhr dauerten die Lösch- und Nachlöscharbeiten. Immer wieder mussten Glutnester in dem teilweise ausgebrannten Gebäude gesucht und abgelöscht werden. Das Wohnhaus wurde durch das Feuer so schwer beschädigt, dass es nicht mehr bewohnbar ist.
In der Spitze waren mehr als 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei vor Ort. Beteiligt waren unter anderem die Neunkircher Löschbezirke Hangard, Innenstadt, Münchwies, Wiebelskirchen und Wellesweiler sowie Kräfte aus Homburg. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)
















