300 Ermittler auf Dillinger Großbaustelle: Was der Zoll bei der Kontrolle entdeckte

Saarlouis. Nach einer groß angelegten Kontrolle gegen Schwarzarbeit auf einer Baustelle der Dillinger Hütte liegen erste Ergebnisse vor. Wie die „Saarbrücker Zeitung“ unter Berufung auf Zollsprecherin Karin Schmidt berichtet, überprüften rund 300 Ermittler etwa 450 Beschäftigte. Der Einsatz dauerte von 8.50 bis 15 Uhr.

In zwei Fällen gehen die Behörden dem Verdacht nach, dass Beschäftigte ohne die erforderliche Erlaubnis in Deutschland gearbeitet haben. Gegen die beiden Arbeiter wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. Nach dem Bericht stammen sie aus einem Staat außerhalb der Europäischen Union.

Bei zwei weiteren Mitarbeitern eines auf der Baustelle tätigen Unternehmens sind aufenthaltsrechtliche Fragen offen. Auch diese Beschäftigten kommen aus einem Nicht-EU-Staat. Die Ausländerbehörde prüft laut SZ mögliche Verfahren im Zusammenhang mit ihrem Aufenthalt in Deutschland.

Die Kontrolle führte außerdem zum Auffinden von drei Personen, nach deren Aufenthaltsort Behörden gesucht hatten. Weshalb die Aufenthaltsermittlung veranlasst worden war, wurde nicht bekannt. Daraus lässt sich weder auf einen Haftbefehl noch auf einen konkreten Tatvorwurf schließen.

Ein weiterer Beschäftigter musste seinen Führerschein abgeben. Welcher Sachverhalt hinter der polizeilichen Maßnahme steht, war dem federführenden Zoll nach Angaben seiner Sprecherin nicht bekannt.

Bei sechs Arbeitern beanstandeten die Ermittler zudem unvollständig ausgefüllte Arbeitsdokumente. Hier besteht der Verdacht von Ordnungswidrigkeiten. Die bisherigen Feststellungen sind vorläufig: Ob sich die einzelnen Verdachtsfälle bestätigen, müssen die weiteren Prüfungen und Ermittlungen zeigen. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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