Chaos bei Hundeausstellung in Neunkirchen

Neunkirchen. Mit enormen Problemen hatte die Brandsicherheitswache der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen auf einer Rassehundeausstellung auf dem Messegelände der Neunkircher Verkehrs GmbH (NVG) an der Wellesweilerstraße am Pfingstsonntag, 4. Juni zu kämpfen. Weil durch uneinsichtige Aussteller Flucht- und Rettungswege in den Messehallen und -zelten blockiert wurden musste zeitweise sogar der Einlass zur Hundeausstellung komplett geschlossen werden. Beim Versuch ihrer Arbeit nachzugehen und den Ausstellern und Besuchern eine sichere Veranstaltung zu garantieren wurden die wachhabenden Feuerwehrleute sehr oft verbal attackiert und beleidigt, stellenweise kam es sogar fast zu Handgreiflichkeiten gegen die ehrenamtlichen Einsatzkräfte seitens der Aussteller, wie auch Besucher. Erst mit Hilfe der Polizei und nach einem Einlenken der Veranstalter konnte die Situation am frühen Nachmittag entschärft werden und ein geregelter Ablauf der Ausstellung bis zum Abend ermöglicht werden.

Noch keine Stunde nach Beginn der Rassehundeausstellung um 8 Uhr sah sich die aus zunächst sechs Neunkircher Feuerwehrangehörigen bestehende Brandwache mit ersten brandschutztechnischen Problemen konfrontiert, welche schnell schlimmer wurden. In den für Wettbewerbe genutzten Messehallen und -zelten wurden die auch als Flucht- und Rettungsweg bestimmten Laufwege konsequent durch verschiedene Aussteller mit großen, teilweise vierrädrigen Hundeboxen sowie mitgebrachte Ausrüstung wie Tische, Stühle und sogar Kühlschränke blockiert. Auf den derart verengten Wegen stauten sich schon im normalen Betrieb die Besucher.

Zeitweise war ein Betreten der Hallen und Zelte durch den Rückstau gar nicht mehr möglich. „Unter diesen katastrophalen Bedingungen wäre im Schadensfall eine sichere und reibungslose Evakuierung der Ausstellung nicht mehr möglich gewesen“, stellt der Neunkircher Wehrführer Stefan Enderlein fest. Der Versuch der Brandwache die Fluchtwege räumen zu lassen scheiterte an vielen Stellen an absolut uneinsichtigen und verständnislosen Ausstellern, welche sich weigerten ihre Hundeboxen und Ausrüstung aus den Fluchtwegen wegzuräumen. „Die freiwilligen Feuerwehrleute wurden unzählige Male von Ausstellern, wie Besuchern aufs Übelste beleidigt und verbal angegangen.

Vereinzelt kam es sogar zu Situationen die erschreckend nahe an Handgreiflichkeiten waren. Ein respektvoller und höflicher Umgang mit den ehrenamtlichen Einsatzkräften war in keiner Weise mehr gegeben“, beschreibt Enderlein die Lage für die Brandwache. Die Arbeit der Brandwache glich stellenweise einem Kampf gegen Windmühlen, denn waren an einer Stelle die Fluchtwege wieder frei, so wurden sie an anderer Stelle gleich wieder aufs Neue versperrt.

Als sich die Lage auf dem Messegelände trotz aller Bemühungen der Brandwache gegen 10 Uhr noch immer nicht gebessert hatte forderte deren Leiter die Neunkircher Wehrführung an. Kurz darauf wurde auch die Polizei um Hilfe bei der Durchsetzung des Brandschutzes auf der Hundeausstellung gebeten. Um einen besseren Überblick über die Lage zu erhalten und die Maßnahmen besser zu koordinieren zu können rückte der Einsatzleitwagen der Neunkircher Wehr aus dem Löschbezirk Wellesweiler an. Von ihm aus konnten Feuerwehr und Polizei ihre weiteren Maßnahmen planen. Zur Entspannung der Situation wurden um 11:30 Uhr die Eingänge zur Hundeausstellung geschlossen, um ein einfacheres Räumen der Fluchtwege ohne große Besuchermassen zu ermöglichen. Gleichzeitig wurde die Brandwache auf insgesamt neun Feuerwehrangehörige aufgestockt. Dem Veranstalter gelang es erst unter Nachdruck durch die Polizei die durch die Brandwache geforderten Fluchtwege nachhaltig zu räumen. Der Einlass zur Hundeausstellung konnte daher gegen 14 Uhr wieder geöffnet werden. Zum Nachmittag hin normalisierte sich die Situation wieder zusehends, sodass sowohl Polizei, als auch der Einsatzleitwagen sowie der Neunkircher Wehrführer Stefan Enderlein und sein Stellvertreter Tobias Hans ihren Einsatz beenden konnten. Vor Ort blieben die neunköpfige Brandwache sowie ein verstärkter Sanitätsdienst verschiedener DRK Ortsvereine aus dem Landkreis Neunkirchen. Um einen reibungslosen zweiten Tag der Hundeausstellung am Pfingstmontag zu ermöglichen vereinbarte die Neunkircher Wehrführung eine erneute Begehung  des Messegeländes am Sonntagabend.

 

 

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