Saarbrücken/Brisbane (Australien). Zielfahnder des Dezernats LPP 245 spürten einen 26-Jährigen Litauer, der beschuldigt wird, im Februar 2015 an einem Raubüberfall auf ein Saarbrücker Juweliergeschäft beteiligt gewesen zu sein, in Australien auf. Nach einem Auslieferungsersuchen an die australische Justiz erfolgte die Überführung des Festgenommenen diese Woche, am 28./29. Juni 2017, von Brisbane (Australien) nach Frankfurt a.M.

Am 14.02.2015 überfielen mehrere unmaskierte Männer das Juweliergeschäft Eckstein in Saarbrücken. Unter Bedrohung der Angestellten mit einer Schusswaffe schlugen sie Vitrinen ein, erbeuteten hochwertige Uhren und verursachten einen Gesamtschaden von mehreren Hunderttausend Euro. Nach dem Überfall gelang den Tätern zunächst unerkannt die Flucht.

Die Ermittlungen des Dezernats für Eigentumskriminalität (LPP 216) ergaben Hinweise, dass die Tatverdächtigen einer litauischen Bande angehörten, die sowohl in Deutschland als auch im Ausland gleichartige Raubüberfälle begangen hatte. Den saarländischen Ermittlern gelang es, die Täter durch nationale und europaweite Ermittlungen zu identifizieren. Dies ermöglichte die zeitnahe Festnahme der Bandenmitglieder, mit Ausnahme des Litauers. Die Mittäter sind inzwischen rechtskräftig zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden und sitzen noch ein. Der 26-Jährige aus Kaunas konnte untertauchen.

Auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft Saarbrücken nahmen die Zielfahnder des Landespolizeipräsidiums im November 2016 die Ermittlungen auf, die sie nach Australien und Ozeanien führten. In enger Zusammenarbeit mit den australischen Behörden konnte der 26-Jährige letztendlich bei Brisbane lokalisiert und durch die dortige Polizei festgenommen werden.

Nach der Überführung durch Mitarbeiter der Zielfahndung wurde der Ausgelieferte in Frankfurt a.M. einem Haftrichter vorgeführt. Er wird in den nächsten Tagen von der JVA in Frankfurt in die JVA Saarbrücken verlegt.

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