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Gegen 07:30 Uhr meldeten Fußgänger am Leinpfad in Höhe der Malstatter Brücke in Saarbrücken einen leblosen Körper in der Saar, der sich mit dem Kopf nach unten treibend am Uferrand auf der Seite von Malstatt befindet.

Zur Bergung wurden Rettungstaucher und der Drehleiterwagen der Berufsfeuerwehr gerufen. Mittels einer am Schwenkarm befestigten Trage konnte die tote Person anschließend aus dem Wasser geholt und zunächst durch den Kriminaldienst untersucht werden.

Polizisten sicherten die stark befahrene Brücken-Zufahrt zur Autobahn A620 am Morgen vor Blicken durch Gaffer und leiteten den Fußgängerverkehr auf der Seite zur Einsatzstelle um.

Die Bergung war gegen 9:30 Uhr beendet.

Sprecherin Melanie Mohrbach vom Landespolizeipräsidiums sagt dazu: „Nach derzeitigen Erkenntnissen ist die Leiche männlich und trieb vollständig unbekleidet in der Saar. Zur Identität kann zur Stunde keine Angaben gemacht werden. Auch gibt es derzeit noch keine Hinweise auf vermisste Personen und Hintergründe.“ Die Ermittlungen befänden sich noch im Anfangsstadium.

Bislang liegen nur die augenscheinlichen Beobachtungen während der Bergung als Anhaltspunkte zur Identität vor: Aufgrund der Spurenbildung am Körper befand sich der Leichnam schon etwas länger im Wasser. Der Mann ist etwa 1,85 m groß mit muskulöser Statur und hat kurzgeschnittene dunkle Haare. Sein Alter dürfte bei etwa Ende 20 bis Anfang 40 Jahre liegen.

Es bleibt offen, ob es sich eventuell um ein tragisches Unglück im Zusammenhang mit dem flussaufwärts stattgefundenen „Saarbrücker Altstadtfest“ vom Wochenende handeln könnte.

Rettungskräfte berichteten am Morgen vor Ort, es sei keine Seltenheit, dass an Wochenenden besonders in den Sommermonaten wagemutige beziehungsweise alkoholisierte Schwimmer oder Brückenspringer aus der Saar gerettet werden müssen. Diese unterschätzen regelmäßig die Gefahren des Flusses und von Brückenpfeilern.

Die Ermittlungen, ob entlang des Ufers Kleidungsstücke des Opfers liegen, sind ebenso noch im Gange.

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