Hans kündigt persönliche Konsequenzen an – Große Koalition wahrscheinlich

Die Landtagswahl an der Saar hat eine neue Ministerpräsidentin hervorgebracht. Die SPD mit Anke Rehlinger hat die Wahl klar vor der CDU mit dem bisherigen Ministerpräsidenten Tobias Hans gewonnen. Der musste über 12% Verluste hinnehmen. Nun hat Hans auf der ‚Wahlparty‘ vor seinen Anhängern seine Niederlage eingestanden und dabei auch persönliche Konsequenzen angekündigt. Wie diese aber genau aussehen, lies Hans offen. Dies würde in einer Diskussion mit der Saar CDU beraten.

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Ein paar Minuten später äußerte sich auch die neue Ministerpräsidentin Anke Rehlinger vor den Kameras und kündigte an, schon im Laufe der kommenden Woche Gespräche mit den anderen Parteien über eine Koalition an. Zwar könnte die SPD (nach Hochrechnung von 19:36) zwar mit 26 Sitzen im Landtag die absolute Mehrheit sichern (51 Sitze hat der Saar-Landtag insgesamt), dennoch wäre die Mehrheit sehr knapp.

Deshalb setzt Rehlinger wohl auch zukünftig auf eine Koalition. Dabei ließ die künftige Regierungschefin durchblicken, dass sie bereits mit Tobias Hans diesbezüglich telefoniert hat und aus dem Gespräch heraus ließ sich eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Weiterführung der Großen Koalition unter Führung der SPD heraushören.

Stellt sich die Frage nach der weiteren politischen Rolle von Tobias Hans im Saarland. Kaum vorstellbar, dass er als ehemaliger ‚Chef‘ ein Ministeramt unter der Führung von Anke Rehlinger für die CDU bei einer Großen Koalition eingehen wird. Auch wird Hans kaum für die Zukunft der Saar CDU stehen, was eine mögliche erneute Spitzenkandidatur bei der nächsten Wahl angeht. Zu hoch sind die Verluste, zu unbeliebt ist Hans als Politiker im Saarland. Gut möglich, dass die CDU im Saarland künftig in Gänze auf neue, frische Kräfte setzt. Die Bundes-CDU hat ihren Kandidaten für die Saar-Wahl aufgrund der sich andeutenden schlechten Ergebnisse ebenfalls bereits früh im Regen stehen lassen. Auch von dieser Seite wird Hans wohl auch die Rückendeckung für höhrere Bundesämter fehlen.

So sehen Gewinne und Verluste bei der aktuellen Hochrechnung aus:

Datenquelle: Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF

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