10.000 Quadratmeter Wiesenfläche in Brand

Ein Flächenbrand wütete am frühen Montagabend, 8. August auf einer Fläche von rund einem Hektar im zentral in der Neunkircher Innenstadt gelegenen Wagwiesental. Über 100 Feuerwehrleute aus Neunkirchen und der weiteren Umgebung kämpften in der brütenden Sommerhitze erfolgreich gegen die Flammen. Eine Brandausbreitung in ein kleines angrenzendes Waldstück konnten sie erfolgreich verhindern.

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Das Feuer im Wagwiesental war derweil am Montag nicht der einzige Flächenbrand in Neunkirchen. Nur Stunden zuvor war die Neunkircher Feuerwehr bereits zu einem Flächenbrand im Bereich des ehemaligen Güterbahnhofs ausgerückt. Eine weithin sichtbare Rauchsäule kündigte den Neunkircher Feuerwehrleuten nach dem Alarm um 18:05 Uhr an, was sie im Wagwiesental erwarten würde. Auf einer Wiesenfläche gegenüber der TUS-Halle war ein Feuer ausgebrochen. Angefacht durch Windböen breitete sich das Feuer auf der abschüssigen Fläche rasant aus und hatte schnell eine Fläche von 10.000 m² – einem ganzen Hektar – verschlungen.

Um der schnellen Brandausbreitung zu begegnen wurden zusätzlich zu den anfangs alarmierten Löschbezirken Neunkirchen-Innenstadt und Wellesweiler auch Kräfte aus den Löschbezirken Wiebelskirchen und Münchwies sowie von der Werkfeuerwehr des Neunkircher Saarstahl AG-Werkes angefordert. Für die Wasserversorgung wurden außerdem die großen Tanklöschfahrzeuge der Freiwillige Feuerwehr Bexbach-Mitte und Feuerwehr Homburg angefordert. Alleine mit dem Homburger Tanklöschfahrzeug-Trio kamen 30.000 l Wasser für die Brandbekämpfung ins Wagwiesental.

Auch wenn das Wagwiesental von der Stadt mit seinem dichten Hydrantennetz umschlossen ist, gestaltete sich die Wasserversorgung für den Löscheinsatz schwierig. Mehrere hundert Meter Schlauchleitung mussten in Haspel- und Brunnenstraße sowie die Fernstraße hinauf verlegt werden, um die Einsatzkräfte im Wagwiesental mit Löschwasser zu versorgen. Aus diesem Grund und wegen der Brandausbreitung in Richtung Fernstraße musste diese Neunkircher Hauptverkehrsachse auch für die Dauer des Feuerwehreinsatzes komplett für den Verkehr gesperrt werden.

Vom Wagwiesental und von der darüberliegenden Fernstraße aus nahmen Feuerwehrleute den Brand zügig mit handgeführten Strahlrohren in die Zange. Erschwert wurde die Brandbekämpfung durch die auch am Abend noch hohen Temperaturen sowie die Hanglage des Brandes. Im Bereich Fernstraße arbeiteten die Feuerwehrleute in einem regelrechten Steilhang um eine Brandausbreitung in das Unterholz an der Straßenböschung zu verhindern. Die harte Arbeit bei prallem Sonnenschein und Sommertemperaturen sowie auch die Anstrengungen des vorangegangenen Flächenbrandes am Güterbahnhof verlangten von den Einsatzkräften ihren Tribut. Vier Feuerwehrleute kollabierten während dem Löscheinsatz. Während drei der Wehrleute nach ambulanter Behandlung wieder in den Einsatz zurückkehren konnten, musste ein Feuerwehrangehöriger zur Behandlung in ein nahes Krankenhaus.

Zur Unterstützung der Einsatzleitung und um sich ein Bild von der Lage zu machen kamen neben dem Neunkircher Oberbürgermeister Jörg Aumann auch Landesbrandinspekteur Timo Meyer und Michael Sieslack, als sein Amtskollege auf Kreisebene, ins Wagwiesental.
Nach rund zwei Stunden harter Brandbekämpfung konnte „Feuer aus“ gemeldet werden, eine weitere Ausbreitung des Feuers war erfolgreich verhindert worden. Um auch noch letzte Glutnester abzulöschen und einen erneuten Brandausbruch zu verhindern wurde die verbrannte Fläche abschließend mit großen Wasserwerfern ausgiebig gewässert.

In der Spitze befanden sich im Wagwiesental 105 Einsatzkräfte der Feuerwehren Neunkirchen, Bexbach und Homburg sowie von der Saarstahl-Werkfeuerwehr im Einsatz. Als Reserve für weitere Einsätze stand ein weiteres Dutzend Feuerwehrleute des Löschbezirkes Furpach in Einsatzbereitschaft.

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