PKW kracht bei Walpershofen in 40-Tonner – Fahrer lebensgefährlich verletzt

Walpershofen – (Von unserem Reporter Thorsten Kremers – Bildergalerie am Ende des Beitrags) Schwerer Unfall am Mittwochabend (18. Februar 2026) auf der L136 zwischen Walpershofen und Etzenhofen (Regionalverband Saarbrücken). Gegen 18:15 Uhr kommt ein 5er-Audi aus Richtung Heusweiler angefahren und gerät aus bislang ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr.

Dort prallt er frontal in einen massiven 40-Tonner-Lkw mit Anhänger. Der Baustoffkran-Laster war laut am Unfallort anwesenden Firmenchef des Transportunternehmens voll beladen auf beiden Ladeflächen mit Betonklötzen, die gerade aus dem benachbarten Betonwerk abgeholt wurden.

Der Audi war frontal beschädigt – Rauch stieg direkt nach dem Aufprall aus dem Motorraum auf. „Eine Reihe von Ersthelfern reagierten sofort vorbildlich. Sie sicherten die Unfallstelle an der stark befahrenen und unbeleuchteten Landstrasse ab und stellten Fahrzeuge zur Absicherung quer. Aufgrund der unklaren Lage, eines sich entwickelnden Motorbrandes retteten sie den Fahrer aus dem Wagen und kümmerten sich um die Erstversorgung des Patienten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes“, so Pascal Altmayer, Pressesprecher der Feuerwehren des Regionalverbandes Saarbrücken.

Der unfallverursachende Audi-Fahrer kam laut Angaben der Polizei lebensgefährlich verletzt nach der Erstbehandlung ins Krankenhaus. Da Eile bei der Rettung geboten war, lagen zunächst keine Personenangaben zum Fahrer vor. Der 59-jährige Mann wurde in den Schockraum des Winterberg-Klinikums in Saarbrücken gebracht. Ärzte kämpfen aktuell um sein Leben, so die Polizei Völklingen auf Nachfrage.

Die Feuerwehr hat sich nach dem Abklemmen der Batterie, der Brandsicherung und der Sicherung gegen Wegrollen des Fahrzeugs um die Ausleuchtung der Unfallstelle gekümmert. Ein Feuer entstand nicht. Es handelte sich um Wasserdampf aus einem geplatzten Motorkühler. Ausserdem ist Motoröl ausgelaufen, das gebunden werden musste.

Die Staatsanwaltschaft forderte einen Gutachter zur Rekonstruktion des Unfalls an. Dieser wurde mit der Erstellung eines Spurensicherungs-Gutachen und eines Vermeidbarkeits-Gutachen beauftragt. Dazu wird der Audi sichergestellt.

Gegen 21 Uhr ereignete sich dann auch noch ein Folgeunfall: Ein 70-jähriger Autofahrer ist durch die Absperr-Pylonen der Feuerwehr gefahren und hat diese beschädigt. Dann drehte er um und konnte nach kurzer Verfolgung durch die Polizei gestellt werden. Laut Angaben des Fahrers habe er die am Boden stehende Absperrung in der Dunkelheit zu spät bemerkt. Er war nicht betrunken und stand nicht unter Drogen. Gegen den Mann wird jetzt wegen Unachtsamkeit im Strassenverkehr ermittelt.

Im Einsatz waren rund 40 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Gutachter und Polizei. Die L136 war  längere Zeit gesperrt. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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