Auch im Saarland: Razzia gegen mutmaßliche rechte Jugendgruppen

Saarland / Berlin – Im Rahmen eines großangelegten Ermittlungsverfahrens sind am Dienstagmorgen in zahlreichen Bundesländern Wohnungen und Objekte mutmaßlicher Rechtsextremisten durchsucht worden. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft richtet sich das Verfahren gegen Mitglieder und Unterstützer der Gruppierungen „Jung und Stark“ sowie „Deutsche Jugend voran“. Auch im Saarland waren Einsatzkräfte aktiv – unter anderem in den Landkreisen Neunkirchen und St. Wendel.

Insgesamt stehen mehr als 30 Personen im Fokus der Ermittlungen. Ihnen wird vorgeworfen, sich an kriminellen Vereinigungen beteiligt oder diese aufgebaut zu haben. Die Gruppen sollen bundesweit organisiert sein und sich insbesondere über soziale Netzwerke sowie persönliche Treffen vernetzt haben. Ermittler gehen davon aus, dass viele der Beschuldigten noch sehr jung sind – teils sollen es Jugendliche oder Heranwachsende sein.

Nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden sollen innerhalb der Gruppierungen wiederholt Gewaltfantasien und Angriffe gegen politische Gegner thematisiert worden sein. Auch tatsächliche Übergriffe werden untersucht. Einzelnen Verdächtigen wird zudem gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Die Ermittler sehen Hinweise darauf, dass sich die Szene zunehmend organisiert und regional vernetzt.

Die Durchsuchungen fanden zeitgleich in insgesamt zwölf Bundesländern statt. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft wurden rund 50 Objekte durchsucht. Festnahmen waren zunächst nicht vorgesehen. Die Ermittlungen dauern an und werden wegen der besonderen Bedeutung zentral von der Bundesanwaltschaft geführt. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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