Nach Fan-Frust rund um FCS-Heimspiele: Innenminister Jost lädt zum Krisengespräch
Saarbrücken – Nach massiver Kritik an den Polizeimaßnahmen rund um Heimspiele des 1. FC Saarbrücken hat jetzt ein Austausch mit Saar-Innenminister Reinhold Jost stattgefunden. Hintergrund waren Beschwerden von Fans über aus ihrer Sicht chaotische Sperrungen und problematische Situationen nach dem Heimspiel gegen den VfL Osnabrück.
An dem Gespräch nahmen neben Innenminister Jost auch Polizeieinsatzleiter Heinrich, Bernd Gauer vom Fanclubverband sowie Rainer Buch teil, der zuvor ein ausführliches Beschwerdeschreiben an das Innenministerium gerichtet hatte. Darin schilderte er unter anderem die Situation im Bereich Grülingsstraße, Hagenbeckstraße und Rodenhofbrücke nach dem Osnabrück-Spiel. Laut Buch seien dort mehrere Wege gleichzeitig durch die Polizei gesperrt worden, wodurch sich zahlreiche Fans stauten. Viele Anhänger hätten die Maßnahmen als unverhältnismäßig und unkoordiniert empfunden.
Wie aus dem Gespräch hervorging, besteht inzwischen auf allen Seiten der Wunsch, die Situation bei künftigen Heimspielen deutlich zu verbessern. Insbesondere Polizeisperrungen und Einschränkungen für Fans und Anwohner sollen künftig möglichst reduziert werden. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Nahverkehr rund um den Ludwigsparkstadion. Nach Angaben der Beteiligten wurden unter anderem Verbesserungen beim Saarbahn-Shuttleverkehr diskutiert, um die Abreise nach Spielen reibungsloser zu gestalten.
Auch beim Umgang mit Gästefans soll es Veränderungen geben. Nach ersten Überlegungen könnten auswärtige Fangruppen künftig zentral gesammelt und gezielter begleitet werden, um Konflikte und chaotische Situationen im Umfeld des Stadions zu vermeiden. Rainer Buch sprach nach dem Treffen von einem konstruktiven Austausch. Sein Eindruck sei gewesen, dass diesmal „alle an einem Tisch“ nach Lösungen suchen wollten. Auch die Polizei habe laut Buch deutlich gemacht, dass seit dem Osnabrück-Spiel bereits Anpassungen vorgenommen worden seien – gleichzeitig sei aber allen Beteiligten bewusst, dass weiterhin viel Arbeit vor ihnen liege. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



