Saarbrücken/Neunkirchen. Nachdem seit vergangenen Samstag (03.06.2017) Unbekannte mehrfach Brandsätze auf zwei Mehrparteienwohnhäuser in Ottweiler geworfen hatten, wobei zwar Sachschaden entstand, aber keine Personen verletzt wurden, ermittelt jetzt die Abteilung für Staatsschutz des Landespolizeipräsidiums wegen schwerer bzw. versuchter schwerer Brandstiftung. Die Ermittler gehen von einem Zusammenhang der Taten aus und bitten die Bevölkerung um Mithilfe.

In beiden betroffenen Häusern wohnen auch türkischstämmige Familien, weshalb die Abteilung Staatsschutz des Landespolizeipräsidiums die Ermittlungen übernommen hat. Konkrete Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund liegen bisher nicht vor.

Am vergangenen Samstag (03.06.2017) verursachten zwei Brandsätze, die zwischen 02:15 Uhr und 02:30 Uhr auf das Dach des von acht Parteien bewohnten Hauses  in der Johann-Wichern-Straße 6 in Ottweiler geschleudert wurden, einen Sachschaden am Dach des Hauses, der auf etwa 10.000 Euro geschätzt wird. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass die Brandsätze aus der parallel zum betroffenen Haus verlaufenden Straße „Maria-Jucharz-Ring“ geworfen wurden.

Am frühen Sonntagmorgen (04.06.2017) traf gegen 00:18 Uhr ein vermutlich aus Richtung der Martin-Luther-Straße über die Blies geworfener Brandsatz einen Baum im Hinterhof des Mehrfamilienwohnhauses in der Saarbrücker Straße 6. In dem Haus befindet sich auch ein Gewerbebetrieb für Autoteile. Ein zweiter, danach aus Richtung der Saarbrücker Straße über die Zufahrt in den Hinterhof des gleichen Anwesens geworfener Brandsatz hinterließ lediglich einen Brandfleck auf dem Boden.

Am heutigen Dienstag (06.06.2017) traf gegen 03:00 Uhr ein Brandsatz erneut das Anwesen in der Johann-Wichern-Straße 6 in Ottweiler,  erlosch jedoch selbständig.

Sachdienliche Hinweise, insbesondere zu Personen oder Fahrzeugen, die zu den tatkritischen Zeiten in der Nähe der beiden Mehrparteienhäuser in Ottweiler bzw. den umliegenden Straßen gesehen wurden, können an den Kriminaldauerdienst unter der Rufnummer 0681/962-2133 gerichtet werden.

Die Ermittlungen dauern an.

Dies ist eine redaktionell unbearbeitete Mitteilung der saarländischen Polizei.

Kommentare

Kommentare