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Auf der A620 von Saarlouis in Richtung Saarbrücken kurz vor der Abfahrt Wadgassen kam es kurz nach 12 Uhr zu einem selbst für erfahrene Retter grausamen Unfall. Ein Autofahrer kollidierte auf der Überholspur mit einem vorausfahrenden Fahrzeug, kam ins Schleudern und prallte in die Leitplanke auf der rechten Fahrbahnseite.

Dabei wurde ein Metallrohr der Schutzvorrichtung abgerissen und dieses verkeilte sich mit dem Fahrzeug. Das Metallrohr bohrte sich durch die Lüftungsschlitze in den Fahrgastinnenraum bis zur Rücksitzbank. Der 25-jährige Beifahrer wurde bei dem Unfall eingeklemmt und schwer verletzt. Zur Rettung musste das Fahrzeugdach abgenommen und das Mettallteil durchtrennt werden.

Der Rettungshubschrauber aus Luxemburg wurde zur Unterstützung gerufen. Der Verletzte kam mit dem Krankenwagen ins die nächstgelegene Klinik. Nach aktuellem Stand ist der Mann nicht lebensbedrohlich verletzt.

Der Fahrer wurde bei dem Unfall ebenso schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht. Die beiden Insassen aus dem vorausfahrenden Fahrzeug wurden ebenso verletzt behandelt.

Für die Polizei unerfreulich war das Verhalten mancher Autofahrer: Bereits im Stau, der sich direkt nach dem Unfall bildete, kam den anfahrenden Kommandos ein Autofahrer in der Rettungsgasse entgegen: Dieser wollte anscheinend nicht warten und wendete sein Fahrzeug. Ihn erwartet nun eine Anzeige. Vier Fahrzeuge blockierten zudem die Rettungsgasse.

Neun Autofahrer bremsten auf der Gegenseite auf der Überholspur teilweise abrupt ab, um das Unfallgeschehen bis hin zum Schrittempo zu beobachten. Sie gefährdeten dadurch nicht nur sich, sondern auch andere Autofahrer. Die Polizei schrieb sich die Kennzeichen auf. Die Gaffer erwartet nun eine Anzeige – daraus resultiert bis zu 240 Euro Strafe, 2 Punkte in Flensburg und 1 Monat Fahrverbot.

Der Rettungseinsatz und die Unfallaufnahme waren gegen 15 Uhr beendet: Die Aurräumarbeiten dauern noch an, voraussichtlich bis in die Abendstunden. Die Autobahnmeisterei hat die Fahrbahn ab Lisdorf voll gesperrt.

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