Ford LTE-Chip-Desaster – SLS Betriebsrat greift Geschäftsführung scharf an!

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Am Freitag, den 20. Mai 2022, wurden die Mitarbeiter vom Saarlouiser Ford Werk ordentlich aufgeschreckt, als sie – wie der Betriebsrat des Saarlouiser Werkes heute mitteilt – aus der Presse entnehmen mussten, dass Ford ein mögliches Fertigungs- und Verkaufsverbot in Deutschland droht. Hintergrund: In den Fahrzeugen von Ford wurden Mobilfunkchips verbaut, für die Ford keine Lizenzgebühren bezahlt hat. Ein Thema, welches auch für den Betriebsrat äußerst überraschend aufgekommen ist und für eine zusätzliche, große Verunsicherung in der Belegschaft gesorgt hat.

Der Saarlouiser Ford Betriebsratsvorsitzende Markus Thal hat die Geschäftsführung nun scharf angegriffen: „Auch wenn bereits in der Vergangenheit andere OEM’s, wie Daimler oder VW, hiervon schon betroffen waren, so hat Ford hier keine gute Figur gemacht. Die Informationspolitik gegenüber der Belegschaft und dem Betriebsrat war mehr als unprofessionell, daran ändert auch die eilig an die Belegschaft gesendete E-Mail am Samstag, den 21. Mai 2022, nichts. Wem will man denn erzählen, dass so ein Gerichtsprozess in München plötzlich vom Himmel fällt?“, heißt es in einem Betriebsratsschreiben an die Belegschaft.

In kurzfristig angesetzten Gesprächen mit der Geschäftsleitung hat der Betriebsrat dieser ihren Standpunkt zu dem Thema mitgeteilt und sie aufgefordert, unmittelbar für Klarheit gegenüber der Belegschaft zu sorgen und diese entsprechend zu informieren. Gestern kam dann auch die erlösende E-Mail der Geschäftsleitung an alle Beschäftigten, dass zwischenzeitlich ein Verhandlungsergebnis erzielt und die Klage zurückgenommen wurde. Die Produktion sowie der Verkauf der Fahrzeuge sei daher in keiner Weise gefährdet oder behindert, bestätigt die Geschäftsführung.

Hoffen wir, dass in naher Zukunft endlich Ruhe rund um das saarländische Ford Werk aufkommt!

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