Saarland investiert 50.000 Euro in Schutz von Kindern und Jugendlichen im Sport
Saarbrücken – Kinder und Jugendliche sollen in saarländischen Sportvereinen besser vor sexualisierter und anderer Gewalt geschützt werden. Das Innenministerium unterstützt deshalb das Präventionsprojekt „Hinsehen. Handeln. Schützen.“ des Landessportverbands für das Saarland mit 50.000 Euro.
Im Mittelpunkt steht vor allem die Prävention sexualisierter Gewalt. Vereine und Verbände sollen Risiken früher erkennen und mehr Handlungssicherheit erhalten, wenn Verdachtsfälle auftreten. Dafür sollen zunächst die konkreten Bedürfnisse der saarländischen Sportvereine systematisch erfasst werden. Anschließend sind Fortbildungen, Qualifizierungsangebote und praxisnahe Handlungshilfen vorgesehen.
Sportminister Reinhold Jost betont, dass Sport für junge Menschen ein sicherer und vertrauensvoller Ort bleiben müsse. „Hinsehen. Handeln. Schützen. Das muss unser Anspruch sein, wenn es um Kinder und Jugendliche im Sport geht.“ Mit der Förderung sollen nach seinen Angaben insbesondere Strukturen geschaffen werden, die Ehrenamtlichen Sicherheit im Umgang mit schwierigen Situationen geben.
Ein weiterer Bestandteil des Projekts ist die Einführung und Umsetzung von Safe-Sport-Strukturen. Dabei geht es nicht ausschließlich um Prävention: Auch der Umgang mit mutmaßlichen Tätern und konkreten Verdachtsfällen soll stärker geregelt werden. Ziel sind transparente und möglichst einheitliche Verfahren für Sanktionen im saarländischen Sport.
Unterstützt wird der Landessportverband dabei unter anderem vom Kompetenzzentrum Kinderschutz des Saarlandes und vom SOS-Kinderdorf Saarbrücken. LSVS-Vorstand Florian Hartmann bezeichnet das Projekt als wichtigen Baustein für einen „sicheren und verantwortungsvollen Saarsport“. Gleichzeitig sollen Kinder und Jugendliche stärker beteiligt werden und lernen, ihre eigenen Grenzen wahrzunehmen und zu vertreten.
Für Betroffene von sexualisierter, psychischer oder körperlicher Gewalt im Sport bestehen zudem überregionale Hilfsangebote. Die unabhängige Ansprechstelle Safe Sport bietet vertrauliche und auf Wunsch anonyme Erstberatung an. Das Zentrum für Safe Sport soll darüber hinaus Gewaltfälle unabhängig untersuchen und aufarbeiten sowie Verfahren auf Grundlage des Safe Sport Codes ermöglichen. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



