Am 27.09.2017 ging gegen 18.25 Uhr ein Notruf bei der Polizei ein, in dem eine aufgeregte Mutter mitteilte, dass gerade ein Mitbewohner eines Mehrfamilienhauses in der Ulanenstraße in Roden versucht hat, ihren 25 Jahre alten Sohn zu erstechen und zu ersticken. Der Täter sei mit einem Messer bewaffnet und überaus aggressiv. Die Mitteilerin schilderte den Sachverhalt derart, dass tatsächlich von einem Kapitaldelikt ausgegangen werden musste. Zunächst musste auch davon ausgegangen werden, dass der Täter sich in dem Anwesen aufhält und weiter auf das Opfer einwirkt, und dieses sich somit in akuter Lebensgefahr befindet. Die Örtlichkeit wurde daher von mehreren Einsatzfahrzeugen der Polizei Saarlouis, Dillingen und Bous angefahren. Auch ein Notarzt und ein Rettungswagen fuhren zur Örtlichkeit.

Vor Ort konnte der Sachverhalt jedoch schnell relativiert werden. Die Beamten konnten feststellen, dass der 20 Jahre alte Tatverdächtige zunächst mit dem Sohn der Mitteilerin in Streit kam, welchen diese am Telefon mithörte. Die Mutter suchte daher die Wohnung ihres Sohnes auf und stellte den Täter zu Rede. Dieser befand sich aufgrund einer psychischen Erkrankung in einem Ausnahmezustand. Im Rahmen des neuerlichen Streitgesprächs griff nun der Täter die Mitteilerin an und stach auf diese vermutlich mit einem Kugelschreiber ein, wodurch diese glücklicherweise nur oberflächlich verletzt wurde. Den ersten Feststellungen zur Folge, stand der Beschuldigte unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Da beim Eintreffen der ersten Polizeikräfte beide jungen Männer extrem aggressiv reagierten, mussten beide zunächst gefesselt werden. Letztlich wurde der Beschuldigte zur Entnahme einer Blutprobe zur Polizei nach Saarlouis gebracht.

Da sich sein auffälliger psychischer Zustand nicht besserte, wurde er später in einem Krankenhaus für psychisch Kranke untergebracht.

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