Korruptionsprozess um Ludwigspark: Ex-GIU-Chef Welker äußert sich
Saarbrücken – Im Prozess um mögliche Unregelmäßigkeiten beim Umbau des Ludwigsparkstadions hat sich der frühere Geschäftsführer der städtischen Entwicklungsgesellschaft GIU, Martin Welker, ausführlich vor Gericht geäußert. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, im Zusammenhang mit Bauaufträgen unrechtmäßige Vorteile angenommen zu haben. Im Mittelpunkt stehen dabei hohe Bargeldsummen sowie ein Luxusfahrzeug.
Nach Darstellung der Anklage soll Welker einem Bauunternehmer Aufträge in Millionenhöhe verschafft haben. Im Gegenzug soll er finanzielle Zuwendungen sowie einen hochwertigen Sportwagen erhalten haben. Die Ermittler stützen sich unter anderem auf Bargeldfunde in sechsstelliger Höhe sowie die enge Verbindung zwischen den Beteiligten. Der zweite Angeklagte bestreitet hingegen, dass es sich um Bestechung gehandelt habe, und spricht von anderen Hintergründen.
Welker selbst nutzte seine Aussage vor Gericht, um die Vorwürfe entschieden zurückzuweisen. Er kritisierte die Ermittlungen als lückenhaft und sprach von offenen Fragen in der Anklage. Zudem schilderte er seinen eigenen Werdegang im Zusammenhang mit dem Stadionprojekt, das ihn beruflich stark geprägt habe. Dabei stellte er sich als zentrale Figur dar, die maßgeblich zur Umsetzung beigetragen habe.
Auch gesundheitliche Aspekte spielten im Verfahren eine Rolle. Ein Gutachter bescheinigte dem Angeklagten aktuell Verhandlungsfähigkeit, obwohl er sich in medizinischer Behandlung befindet. Das Gericht will den Prozess im April fortsetzen. Bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung gilt für die Angeklagten die Unschuldsvermutung. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



