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Großbrand auf Bauernhof – Stromleitungen mussten abgeschaltet werden – Notstromversorgung für Feuerwehr und Rettungsdienst

Lebach – Im Ortsteil Gresaubach im Landkreis Saarlouis rückten kurz nach Mitternacht die Feuerwehr zu einem landwirtschaftlichen Betrieb aus. Schon aus fünf Kilometer Entfernung konnte man eine hohe Rauchsäule mit Flammen sehen, die in den Nachthimmel ragte. Der Großbrand loderte in einer Scheune mit Heu, dahinter brannten die Stallungen. Glück für die Tiere: diese befanden sich alle auf der Weide, mussten also nicht gerettet werden.

Die gepressten Strohballen liessen sich jedoch bis zur Stunde nicht löschen. Immer wieder entfachen sich Flammen, der Kern kokelt vor sich hin.

Die Löscharbeiten gestalten sich für die rund 150 Eingesetzen Helfer an einigen Stellen bis etwa 1:30 Uhr durchaus gefährlich: Erst dann konnte eine über den Stallungen verlaufende Stromleitung durch den Energieversorger abgeschaltet werden.

Ein Teil der Haushalte im Ort ist bislang ohne Strom. Auch das in der Nähe gelegene Feuerwehrhaus und die Rettungsdienst-Wache ist durch den Stromausfall betroffen. Um die Grundfunktionen vom Rolltor zum Ausrücken der Fahrzeuge und der Funkstation für den Digitalfunk aufrecht zu erhalten, wurde vor Leerlaufen des Stromspeichers eine Notstromversorgung eingerichtet.

Von den Bewohnern des Hauses wurde niemand verletzt. Diese kamen in der Nacht bei Angehörigen unter. Das Wohnhaus konnte zudem vor den Flammen gerettet werden, ganz ohne Wasserschaden.

Bei den Löscharbeiten wurden zwei Feuerwehrleute verletzt.

Sobald sich die Lage beruhigt, sollen vom THW Bagger zum Auseinanderziehen der Strohballen zum Löschen der Glutnester angefordert werden. Bis zum Ende der Nachlöscharbeiten werden voraussichtlich noch zwei Tage vergehen, prognostiziert der Sprecher der Feuerwehr.

Erst dann kann der Kriminaldienst mit der Brandursachenforschung beginnen.

Die Schadenhöhe liegt bei rund 250.000 Euro.

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