Blut- und Fesselspiele eskaliert? Prozess um grausame Tötung bei Rehlingen gestartet
Vor dem Landgericht Saarbrücken hat der Prozess gegen eine 36-jährige Frau begonnen, der die Staatsanwaltschaft einen besonders grausamen Mord vorwirft. Die Angeklagte soll in der Nacht vom 24. auf den 25. November 2025 eine 30-jährige Frau in einem Waldstück nahe der Kläranlage Rehlingen getötet haben. Die beiden Frauen hatten sich nach Darstellung der Anklage erst wenige Wochen zuvor in einer psychiatrischen Einrichtung kennengelernt.
Laut Staatsanwaltschaft soll zwischen den beiden Frauen schnell ein Abhängigkeitsverhältnis entstanden sein. Das spätere Opfer wird als psychisch stark belastet und besonders schutzbedürftig beschrieben. Die Angeklagte soll diese Situation gezielt ausgenutzt und die Frau emotional an sich gebunden haben.
In der Tatnacht sollen beide mit einem gestohlenen Auto ins Saarland gefahren sein. In einem Waldstück bei Rehlingen-Siersburg soll es dann zu sogenannten Fessel- und Blutspielen gekommen sein. Nach Darstellung der Anklage soll die 36-Jährige ihr Opfer zunächst mit einer Kette gewürgt und anschließend mehrfach mit einem Messer auf die wehrlose Frau eingestochen haben. Die Staatsanwaltschaft spricht von insgesamt 93 Messerstichen. Die 30-Jährige starb an den Folgen der massiven Gewalteinwirkung und des Blutverlustes.
Nach der Tat soll die Angeklagte persönliche Gegenstände des Opfers an sich genommen, Fotos der getöteten Frau gemacht und gegenüber Bekannten mit dem Geschehen geprahlt haben. Einen Tag später wurde die 36-Jährige festgenommen. Zum Prozessauftakt beantragte die Verteidigung die Einstellung des Verfahrens und verwies auf aus ihrer Sicht bestehende formale Mängel der Anklageschrift. Das Gericht will darüber bei einem der nächsten Termine entscheiden. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



