Verdi-Warnstreik: Rund 1.000 Demonstranten in Saarbrücken
Saarbrücken – Der bundesweite Warnstreik im öffentlichen Personennahverkehr hat am Montag (2. Februar 2026) auch im Saarland zu erheblichen Einschränkungen geführt. Seit Sonntagabend standen zahlreiche Busse und Bahnen still, betroffen waren insbesondere kommunale Verkehrsunternehmen.
Hintergrund ist die weiterhin ergebnislose Tarifrunde zwischen der Gewerkschaft Verdi und den kommunalen Arbeitgebern. Nach Angaben der Gewerkschaft liege bislang kein konkretes Angebot der Arbeitgeberseite vor, weshalb man sich zu dem Arbeitskampf gezwungen sehe.
Im Saarland beteiligten sich Beschäftigte aus insgesamt sieben Verkehrsbetrieben an dem Warnstreik. Dazu zählen die Saarbahn GmbH und Saarbahn Netz GmbH, die Neunkircher Verkehrs GmbH sowie der Fahrzeugservice Neunkirchen, die Kreisverkehrsbetriebe Saarlouis (KVS/KVG), die Völklinger Verkehrsbetriebe (VVB) und die Verkehrsbetriebe Merzig-Wadern (VMW). Verdi fordert unter anderem eine Lohnerhöhung von 10,6 Prozent sowie verbesserte Arbeitsbedingungen, darunter längere Ruhezeiten zwischen zwei Diensten. Die Tarifverhandlungen laufen seit November und betreffen bundesweit rund 100.000 Beschäftigte in etwa 150 Verkehrsunternehmen.
Begleitet wurde der Warnstreik von einer zentralen Demonstration in Saarbrücken. Rund 1.000 Teilnehmer zogen nach offiziellen Angaben durch die Innenstadt, darunter auch Beschäftigte aus anderen Bundesländern, etwa von den Mainzer Verkehrsbetrieben und aus dem Raum Trier. Aufgrund des Demonstrationszuges kam es zeitweise zu weiteren Verkehrsbehinderungen: Unter anderem wurden die Wilhelm-Heinrich-Brücke sowie die Viktoriastraße für den Verkehr gesperrt.
Die Arbeitsniederlegungen hatten spürbare Auswirkungen auf den Berufs- und Schülerverkehr. Fahrgäste mussten vielerorts auf alternative Verkehrsmittel ausweichen oder längere Wartezeiten in Kauf nehmen. Private Anbieter, die nicht vom Streik betroffen waren, konnten die Ausfälle nur teilweise kompensieren.
Wie es in der Tarifrunde weitergeht, ist derzeit offen; weitere Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern stehen noch aus. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)








