Am Samstagmittag, 10. Juni, wurde der Löschbezirk Neunkirchen-Innenstadt zu einem Umwelteinsatz in die Flotowstraße alarmiert.

Angler bemerkten in Höhe der Hermann-Hallauer-Brücke einen Ölfilm auf der Blies und wählten den Notruf. Durch das ersteintreffende Hilfeleistungslöschfahrzeug konnte zunächst der beschriebene Ölfilm bestätigt werden.

Um den Gefahrstoff weiter eingrenzen zu können wurden mit dem Entnahmeset des Rüstwagen-Gefahrgut (RW-G) mehrere Gewässerproben entnommen. Die gemessenen PH-Werte waren unauffällig, ein Ölgehalt konnte nicht nachgewiesen werden. Neben feinen Schlieren konnten noch zahlreiche zähflüssige stinkende Klumpen auf der Gewässeroberfläche festgestellt werden.

Durch das parallele setzten einer Gewässersperre konnte primär die Ausbreitung des Mediums in Fließrichtung verhindert werden. Im zweiten Schritt wurden an diversen Punkten im Bliesverlauf gemeinsame Untersuchungen mit dem Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) und der Polizei angestellt.

Schnell festigte sich der Verdacht, dass es sich bei dem Stoff nicht um ein Erdöl-Produkt handelt. Der beißende Teergeruch der Probe stärkte die Vermutung.

Durch einen Erkundungstrupp konnten im Uferbereich der Blies und des Heinitzbachs größere Mengen schlackeähnlicher Substanz lokalisiert werden, deren Geruch und Farbgebung mit den Rückständen in der Blies übereinstimmten.

Ein Laborteam des LUA nahm vor Ort ebenfalls mehrere Proben und gab weitere Maßnahmen zur Beseitigung in Auftrag. Anschließende Aussagen über Art und Herkunft des Stoffes können seitens der Feuerwehr nicht getroffen werden.

 

Text/Foto: www.ffw-neunkirchen-innenstadt.de

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